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Wie wählt man das richtige Kinderfahrrad

Kinderfahrrad ist eine wichtige Investition in die sportliche Entwicklung Ihres Kindes und seines künftigen Lebensstiles. Wählen Sie das Kinderfahrrad deshalb sorgfältig in jeder seiner Wachstumsphase.

Der größte Fehler bei der Wahl des Kinderfahrrads

Manche Eltern oder Großeltern neigen dazu den Kindern ein größeres Fahrrad zu kaufen, damit es länger genutzt werden kann. Dies ist jedoch ein großer Irrtum. Nichts wird ein Kind vom Sport abhalten als ein zu großes, schweres Fahrrad, das eventuell auch nicht richtig funktioniert (weil man sparen wollte).

Wichtigste Parameter für die Wahl des Kinderfahrrads:

  1. Größe
  2. Rahmenqualität
  3. Komponente

Kinderfahrräder wählen Sie insbesondere nach der Körperhöhe und den Erfahrungen des Kindes. Neben der Rahmengröße berücksichtigen Sie auch das Material und Gewicht des Fahrrads. Bei Kleinkindern bedenken Sie auch die Stützräder. Viele Kinder schaffen nämlich die notwendigen Fähigkeiten bereits auf einem Laufrad.

Bewerten Sie die verwendeten KomponenteBremseinstellung, zusammen mit dem Kind auch das Design (Farben, Motive für Jungs und Mädchen), sowie das Preis/Qualität Verhältnis.

Größe des Kinderfahrrads

Bei der Auswahl des Fahrrads beginnen Sie immer mit der Größe, deren richtige Wahl eine gute Lenkbarkeit bedingt. Das Fahrrad sollte in jedem Alter „genau richtig“ passen – nicht zu groß, nicht zu klein. Die Rahmengröße (Höhe) stellt den Abstand zwischen der Mittelachse und dem Ende der Sattelstütze dar. Es wird in Zoll angegeben (1 Zoll = 2,54 cm).

Kommt es Ihnen zu kompliziert vor? Nutzen Sie eine einfache Hilfe: Wenn das Kind seine Beine über dem Rahmen des Fahrrads spreizt, die Beine sind auf dem Boden, soll es zwischen dem Rohr und seinem Schritt einen Abstand von 5 cm geben. Im Sitzen ist wichtig ein optimaler Abstand zum Lenker. Die Sattelhöhe stellt man so ein, dass das Kind mit seinen Füßen an den Boden kommt.

Fahrradgröße nach Körperhöhe und Alter des Kindes:

Raddurchmesser in Zoll

Körperhöhe in cm

Alter

 12"

   90–110 cm 

 2–4 

 14"

   95–115 cm 

 3–5 

 16"

 100–125 cm

 4–7 

 20"

 105–135 cm

 6–9

 24"

 115–155 cm

 8–12

 26"

 155 cm a víc

 10 und mehr

 

  • 12"14"16" – kleinste Kinderfahrräder, Nachfolger von Laufrädern. Zur Ausstattung gehören Stützräder (zum Abnehmen oder Anheben). Haben keine Gangschaltung, verfügen über Rücktrittbremse (sog. Torpedo) und vordere Hebelbremse. Sattel und Lenkstange sind höhenverstellbar. Bei diesen Fahrrädern achten Sie auf sicheren Abschluss der Lenkergriffe und vollen Ketteschutz aus Kunststoff.
  • 20" – fortgeschrittene Kinderfahrräder mit 6 Gängen. Sowie Erwachsenenräder enthalten sie 2 Bremshebel und Freilauf. Abgefederte Gabel garantiert komfortable Geländefahrten.
  • 24",  26" – größte Kinderfahrräder (Junior), praktisch identisch mit Erwachsenenrädern. Zur Ausstattung gehören Gangschaltung, Umwerfer, 2 Handbremsen und abgefederte Gabel. Mit diesem Fahrrad schafft jedes Kind problemlos auch lange Fahrradausflüge.

Kinderfahrrad-Rahmenqualität

Zur Herstellung von Fahrrädern werden Aluminium, Magnesium, Scandium, Carbon, Stahl und teilweise Titan verwendet.

  • Aluminium ist geeignet wegen geringem Gewicht und Festigkeit.
  • Carbon ist robust und leicht.
  • Stahl (Hi-Ten) zeichnet sich durch hohe Festigkeit, Flexibilität und niedrigen Preis aus. Zur Gewichtsreduzierung verwendet man Stahllegierungen, wie z.B. Cr-Mo oder Columbus.

Kinderfahrrad-Komponente

Das Beste ist es, wenn die Komponente (einzelne Teile) des Fahrrads von einem Hersteller stammen. Hochwertige und teure Materialien garantieren hohe Zuverlässigkeit, Einstellung und Lebensdauer. Sie reduzieren auch das Gewicht des Fahrrads, was Kinder und Eltern besonders bei langen Touren schätzen werden.

Fahrradhelm – Pflichtzubehör

Wenn Sie erfolgreich ein Kinderfahrrad gewählt haben, dann vergessen Sie nicht auch den Helm zu kaufen. Helm ist bis 18 Jahre eine Pflicht – nicht nur für Fahrräder, sondern auch für Inline Skates, Ski usw. Statistiken beweisen, dass sie 85 % Kopfverletzungen vermeiden. Unterschätzen Sie nicht den Fahrradhelm für Ihr Kind, auch nicht in der Umgebung Ihres Hauses, denn gerade dort verzeichnet man die meisten Unfälle.

Als Schutz vor Abschürfungen eignen sich spezielle Fahrradhandschuhe. Zur weiteren Ausstattung gehören, Reflektoren, Klingel oder Trinkflasche mit Korb (oft ein Bestandteil von neuen Fahrrädern). Weiterhin verwendet man oft auch reflektierende Westen und Fahnen, die mittig am Hinterrad befestigt werden.

Nun haben Sie für das sportliche Gefühl und die Sicherheit Ihres Kindes alles getan. Sie können sie mit gutem Gewissen und eigener geduldiger Begleitung in die sportliche Welt schicken.

Und welches Fahrrad kaufen Sie?